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Judith Hoersch

Ach so, verstehe! Sie ist also Schauspielerin?! Ja, eine gute, wie man hört und sieht. Eine, die Kolleginnen und Kollegen, die weit aufgerissene Augen und hochgezogene Augenbrauen für Schauspiel halten, gern auf die Palme treibt.

Das hat sie gelernt, in ihrer Heimatstadt Köln. Musisches Gymnasium, Schauspielschule. Bühnenreife. Erste Rollen schon während der Schulzeit. Sehen die Lehrer nicht gerne. Aha, verstehe … kenn ich sie? Gut möglich! Wenn nicht, dann bald … Am Anfang: Serien [»Die Anrheiner« (WDR), »Mein Leben und ich« (RTL)], Kinofilme [»Männer wie Wir« (2003), »Die Klasse von ’99« (2002), »Lieben« (2005)]. Weitere Fernsehfilme und Reihen folgten, u. a. »Im Spessart sind die Geister los« (2009), »Tatort Kiel« (2011), »Der Kriminalist« (2011). Findest Du alles auf ihrer Website. Ganz aktuell, das findest Du auch da auf ihrer Seite, hat sie eine Episodenhauptrolle in »SOKO Stuttgart – Wer Gutes tut« abgedreht. Am 5. Dezember kann man sie in der ARD in »Zappelphilip« sehen.
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»Der Staatsanwalt – Die lieben Nachbarn« läuft Anfang Februar 2013. Und »Eine Möhre für Zwei« auf Kika am Ostersonntag (31. März 2013) und Ostermontag (1. April 2013). Kein Scherz jetzt? Nein! Die Kleine hat was aufm Zettel. Nukleare Energie, wenn Du weißt, was ich meine?! Aber … Was, aber? Sie ist auch Sängerin. Wie jetzt? Ja, Sängerin. Nicht von schlechten Eltern. Hat immer schon gesungen. War Backgroundsängerin. Musikverrückter Vater, Miles Davis zum Frühstück, Jimi Hendrix zum Mittagessen und abends Joni Mitchell. Riesen Plattensammlung, die aber für sie tabu war. Hat sie als Kind eh nicht interessiert, da ging es pferdammt nochmal nur um Gäule – Turniere, Dressurreiten, ihr Pferd, das nach einem klassischen Komponisten benannt war. Debussy, glaub’ ich, hieß es.
Heute macht sie – zusammen mit ihrem Produzenten, dem Komponisten, Texter und Multiinstrumentalist Martin Bechler – selbst Musik: wunderbar respektlose Texte, kleines musikalisches Besteck mit großer Wirkung. Urban Folk, Inner City Blues, Rock, Reggae, Polka, Chanson … »MiniPop« – so heißt das Album, das Anfang 2013 erscheint. Singles: »Punkrock«, »Sekundendieb«, »Arsch am Meer«. Zu jedem Song gibt’s Videos. Geile Videos. »Punkrock« steht im Netz, kannste Dir anschauen, die anderen kommen noch.
Aber … Aber was? Kommt da noch was? Ja. Sie schreibt auch? Was denn … Briefe, Post-it-Zettel, Einkaufslisten? Nein! Bücher, Großstadt-Storys, Beobachtungen aus dem Kiez, Skizzen … Sehr fein, sehr versponnen, sehr anrührend. Ein Märchen ist in Arbeit: »Juno, Amon und die Geschichte der zwei goldenen Ringe«. Hört sich viel versprechend
an, mehr weiß ich noch nicht. Was ich weiß, ist, dass ein Buch erschienen ist mit dem schönen Titel »Das asthmatische Röcheln des Kühlschranks bei Nacht«. Mit düster-schönen Bildern des Illustratoren Flexn. Ein kleines feines bibliophiles Werk. Bitte … ist das jetzt alles? Nein! Sie arbeitet als Sprecherin, produziert Spoken Word-CDs. Wie »Blutchor«, eine Audiobuch nach den Erzählungen des haitianischen Autors Gary Victor, das sie mit prominenten Kollegen (Künstler lesen für Haiti) realisiert hat. Ach so, verstehe – Schauspielerin, Sängerin, Autorin, Sprecherin, Audiobuch-Produzentin, Care-
Botschafterin – schläft die Dame auch ab und zu mal? Muss man sich Sorgen machen? Nein! Du weißt doch: nukleare Energie. Nicht zu stoppen. Ach so, verstehe!

Also blond, klug, kreativ, klassische Schönheit. Bisschen viel für eine Person, oder? Warum, geht doch! Wie heißt sie denn? Judith, Judith Hoersch.


Abdruck honorarfrei!

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