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Living Colour

Bereits 1983 ging ein gewisser Vernon Reid in Brooklyn mit einer Idee schwanger, die er dann Living Colour nannte und die 1988 für Furore sorgen sollte. Die Stichworte: Black Rock Coalition, Alternative Metal, weg mit stilistischen Begrenzungen, nieder mit der musikalischen Apartheid zwischen weißem Rock und schwarzen Spielweisen. Zu den frühen Unterstützern und ersten Fans des politisch umtriebigen Ried gehörte Mick Jagger, der Living Colour im Vorprogramm der Rolling Stones einem größeren Publikum vorstellte. Kritik und Öffentlichkeit waren begeistert, Genre-Bürokraten bekamen die Motten. Denn Reid, als Gitarrist ein Wiedergänger von Jimi Hendrix selig, scherte sich einen Dreck um Stilgrenzen und verschmolz Punk, Funk, Heavy Rock, Blues, Hip Hop und Jazz zu einem – besonders auf der Bühne – hochexplosiven Gemisch. 1988 erschien das hoch gelobte Debüt »Vivid«, darauf die vielfach ausgezeichnete Single »Cult Of Personality« und »Funny Vibe«, letztere mit den Public Enemy-Rappern Flava Flav und Chuck D. Vier weitere Studioalben – im Einzelnen: »Time’s Up«, »Stain«, »CollideØscope« und »The Chair In The Doorway« – folgten. Jedes eine Lektion in Sachen musikalischem Aufruhr, kontrollierter Wucht, kratzigen Lyrics, Speed und Stil ...
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Besonders als Live-Act erspielte sich das Quartett einen legendären Ruf. Die Vier boten ihre hochverdichtete Musikmixtur mit lässigem Schmiss und virtuosem Spielverständnis dar. Davon zeugen zahlreiche Live-Mitschnitte, DVDs und TV-Aufzeichnungen. Als sich die Reid-Combo Mitte der Neunziger auflöste, war der Boden bereitet für afroamerika-nische Rock-Musiker und Hybrid-Bands wie Rage Against The Machine, Skunk Anansie oder die Deftones.

2002, nach sieben Jahren Pause, griffen Reid & Co. den Faden selbst wieder auf. Und jetzt, 25 Jahre nach ihrem Coming Out, sind die Vier im Studio, wo ein neues Album entsteht, und endlich auch wieder auf dem Sprung, ihre Botschaft genau dorthin zu bringen, wo sie hingehört – auf die Bühne. Hardcore-Rock mit maximalem Groove-Faktor, wuchtiges, von Power-Akkorden angetriebenes Unisono, rhythmisches Uhrwerk von Wimbish und Calhoun, die Flammenwerfer-Gitarre von Vernon Reid und die vokale Extraklasse eines Corey Glover machen den Unterschied aus. Metallverarbeitung der ganz besonderen Art. Living Colour sind zurück!


Abdruck honorarfrei!

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