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Tomorrow's World

Manche Verbindungen werden im Himmel gestiftet, im Pop-Himmel zumindest. So die zwischen der in London ansässigen Sängerin Lou Hayter und dem Keyboarder, Sänger und Mastermind der französischen Band AIR, Jean Benoit »JB« Dunckel. Zusammen sind sie TOMORROW’S WORLD, die erste Sensation des laufenden Popmusik-Jahres, und sie kommen nach Deutschland mit ihrem am 8. April auf Naive Records erscheinenden Album »So Long My Love« im Gepäck.

Angefangen hatte alles damit, dass AIR eine Pause einlegten, und JB plötzlich Zeit hatte, eine seiner Lieblingsideen, umzusetzen – nämlich mit einer Sängerin zu arbeiten. Just zu dieser Zeit wurde ihm The New Sins, das Soloprojekt der Sängerin Lou Hayter, empfohlen. Und Lous sphärische Stimme gefiel ihm so gut, dass er sie kurz entschlossen nach Paris einlud. Das war im Sommer 2010. Das vorgegebene Etappenziel hieß: Mal sehen, was so im Studio geht und dann schauen wir mal … Und hier kam dann die Vorsehung ins Spiel.

(th) »Wir wollten«, erinnert sich Jean Benoit, »nur einen Song aufnehmen, und daraus wurden dann elf Titel!« Und Lou bestätigt, dass die Chemie von Anfang an stimmte: »Jedes Mal, wenn wir uns trafen, haben wir drei Songs geschrieben und deswegen hatten wir sehr bald, das Material für ein ganzes Album zusammen. Und das Beste: Das Ganze lief vollkommen spontan ab, alles aus dem Moment heraus geschrieben, alles brandneu«. Und Jean Benoit fügt hinzu, auch um den Unterschied zu AIR heraus zu arbeiten: »Die Songs sind abstrakter, sphärischer und viel düsterer. Wenn Lou ins Spiel kommt, ist da eine andere Energie. Es klingt feminin und gemeinsam lieben wir es, die dunklen Stimmungen auszuloten. Und zusammen ist das der neue Sound von Tomorrow’s World«. Der freundliche Biograf spricht von »cinematic love songs«, von »suicide meets Shangri- La-Pop« und meint wohl diese treffliche Kombination von Pop-Melodik und düsteren Lyrics, diese weiche Schale um den harten Kern, dieses Zusammengehen von Soul, elektronischen Industrial Sounds und gemäßigtem Balladentempo, von altmodischen Drummachine-Klängen, analogen Synthie-Flächen und dem Panorama-artigem Pop-Approach. Egal, ob man »So Long My Love«, Titelsong des Albums, oder »Drive«, die nächste Single, oder all die anderen Perlen hört – hier erlebt man die Geburt eines klassischen Synthie-Duos, das bei Auftritten in Frankreich, Kanada und den USA auch live zu bestechender Form gefunden hat. Manche Verbindungen stiftet halt der Pop-Himmel ...


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